Katze springt auf einer grünen Wiese.

Anatomie der Katze

Katzen bewegen sich grazil und geschickt und gehen auf leisen, flinken Pfoten durchs Leben. Ihre Leichtigkeit, Schnelligkeit und ihre ausgeprägte Balance haben Katzen ihrer Anatomie zu verdanken. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Körperbau der Katze: vom Skelett über die Muskulatur bis hin zu den Organen und Sinnen der Samtpfote.

Inhaltsverzeichnis

  1. Körperbau: Katzenskelett und Muskulatur
  2. Katzen und ihre Organe
  3. Beschwerden vorbeugen und Gesundheit stärken – für ein langes, erfülltes Katzenleben

Katzen bewegen sich mit einer faszinierenden Leichtigkeit
durchs Leben. Sie balancieren elegant auf Zäunen und Dächern, jagen
blitzschnell über Felder und Wiesen, schleichen sich lautlos an ihre Beute
heran, klettern mühelos in schwindelerregende Höhen und landen jederzeit sicher
und sanft auf ihren Pfoten. All das verdanken Katzen ihrem Körperbau. Wir sehen
uns die Anatomie der Katze genauer an – von den Knochen und Muskeln über die
Organe bis hin zu Pfoten, Schnurrhaaren und Co.

Körperbau: Katzenskelett und Muskulatur

Katzen sind Fleischfresser. In der freien Natur müssen sie sich auf die Lauer legen, behutsam heranpirschen und ihrer Beute im Zweifel auch über lange Distanzen hinterherjagen. Der Körperbau der Katze ist deshalb auf Schnelligkeit und Geschick ausgelegt: Ihre Knochen sind leicht und robust und ihr Skelett ist flexibel.

Der Aufbau des Katzenskeletts

Katzen haben etwa 240 bis 250 Knochen – und damit rund 40 Knochen mehr als ein erwachsener Mensch. Die genaue Anzahl der Knochen variiert je nach Katzenrasse. Dabei gilt: Je länger der Schwanz der Katze, desto mehr Knochen hat sie.

Die vielen Knochen verteilen sich wie folgt auf den Katzenkörper:

  • Die Wirbelsäule besteht aus circa 50 Wirbeln – etwa 20 davon bilden den Schwanz der Katze.
  • 13 Rippenpaare erstrecken sich über den Oberkörper der Katze und schützen die inneren Organe.
  • Der Schädel einer Katze besteht aus 29 einzelnen Knochen. Passend dazu zieren nach dem Zahnwechsel 30 bleibende Zähne das Gebiss der Stubentiger.
  • Die Vorderbeine bestehen aus je einem Oberarm- und Unterarmknochen und die Hinterbeine aus je einem Oberschenkelknochen, einem Schienbein und einem Wadenbein – damit ähneln die Hinterbeine der Katze unseren Beinen und die Vorderbeine unseren Armen.
  • Die Pfoten der Katze sind wahre anatomische Meisterwerke. Sie bestehen aus zahlreichen feinen Knochen, die sich in Zehenknochen, Mittelfuß- bzw. Mittelhandknochen und Wurzelknochen rund um die Gelenke unterteilen lassen. An den Zehen befinden sich die scharfen Krallen der Katze.    

Besonderheiten bei der Anatomie der Katze

Katzen sind bekannt für ihre geschmeidige Art sich fortzubewegen – so sehr, dass ein eleganter Gang auf leisen Sohlen auch bei Menschen oft als katzenhaft oder katzenartig bezeichnet wird. Der Unterschied: Beim tierischen Vorbild sind diese flinken, feinen Bewegungen anatomisch bedingt – weil Katzen eigentlich Raubtiere sind. Dafür sorgt ein perfektes Zusammenspiel aus etwa 240 Knochen und 500 frei beweglichen Muskeln:

  • Die Schultern der Katze sind z. B. nur lose über Muskeln und Sehnen mit den Rippen verbunden – so bleiben die Samtpfoten besonders wendig und können sich ganz schmal machen oder gar verbiegen.
  • Insbesondere die stabilen Hinterbeine der Katze haben eine ausgeprägte Muskulatur. Dadurch können die Tiere schnell laufen – bis zu 50 km/h auf kurzer Strecke – und extrem hoch springen – bis zu 2 m aus dem Stand.
  • Der sogenannte Stellreflex, auch Katzenreflex genannt, ermöglicht es der Katze, sich in der Luft sekundenschnell in eine für sie ideale Position zu drehen. So landet sie bei Sprüngen und Stürzen meist mühelos auf ihren Pfoten und federt die Wucht des Aufpralls gekonnt ab.
  • Der Schwanz der Katze unterstützt mit seinen rund 20 Wirbeln ihren Gleichgewichtssinn und hilft ihr, beim Klettern die Balance zu halten.
  • Katzen sind Zehengänger und können sich dadurch nahezu lautlos fortbewegen. Sie nutzen ihre Pfoten aber nicht nur zum Laufen: Ihre Ballen schützen sie vor Wärme und Kälte und nehmen über Rezeptoren selbst feinste Schwingungen wahr. Mit den Krallen fangen sie ihre Beute und verteidigen sich gegen natürliche Feinde und Störenfriede. Selbst feinmotorische Bewegungen sind für die flexible Katzenpfote kein Problem. 

Katzen und ihre Organe

Das Skelett der Katze verhilft ihr nicht nur zu ihrer Flexibilität und Geschmeidigkeit, sondern dient vor allem dem Schutz der inneren Organe. Hierzu zählen:

  • das Herz-Kreislauf-System mit dem Herzen der Katze und den Blutgefäßen, die Sauerstoff und Nährstoffe durch den Katzenkörper transportieren
  • der Verdauungstrakt, der neben dem Magen und Darm der Katze weitere Organe wie die Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Speiseröhre umfasst und eng mit den Zähnen und Speicheldrüsen im Katzenmaul zusammenarbeitet
  • das Atmungssystem bestehend aus Lunge, Bronchien, Luftröhre, Kehlkopf sowie Maul, Nase und Rachen der Katze
  • die Geschlechtsorgane und Harnorgane, also die Nieren sowie Harnblase, Harnröhre und Harnleiter
  • die Schilddrüse, die gemeinsam mit anderen Organen für den Hormonhaushalt der Katze zuständig ist
  • die Milz, der Thymus, das Knochenmark und die Lymphknoten und -gefäße, die gemeinsam das Immunsystem bilden und für die Produktion der Blutkörperchen und Blutplättchen verantwortlich sind

Die Sinnesorgane der Katze

Während die inneren Organe durch das Skelett, die Haut und das wärmende Fell ummantelt und geschützt werden, helfen die Sinnesorgane am Katzenkopf der Samtpfote bei der Orientierung, Kommunikation und Nahrungsaufnahme.

Aufmerksame Katzenohren

Mit ihren Ohren fangen Katzen Schallwellen ein – durch kleinste Bewegungen der Ohrmuschel gelingt es ihnen, selbst leise Geräusche, die für uns kaum hörbar sind, aufmerksam wahrzunehmen. Sinneszellen und Nerven im Innenohr stärken zudem den Gleichgewichtssinn der Katze und helfen ihr, sich in ihrer Umgebung zu orientieren.

Ausgeprägter Sehsinn – auch bei Dunkelheit

Der Sehsinn ist bei Katzen besonders stark ausgeprägt: Dank ihrer schlitzförmigen Pupillen sind Katzenaugen imstande, Licht optimal zu bündeln. Dadurch sehen Katzen selbst bei schwachem Licht gestochen scharf und werden bei starkem Lichteinfall nicht geblendet – perfekt, um sich im Dunkeln zurechtzufinden und auf die Jagd zu gehen. Ihre Augen können zwar zum Beispiel deutlich weniger Farben wahrnehmen als unsere, haben dafür aber einen viel weiteren Blickwinkel.

Riechen, schmecken und flehmen

Auch das Riechorgan der Katze ist sehr sensibel: Der erste Kontakt zu Artgenossen, anderen Vierbeinern und auch zu uns Menschen findet meist durch Beschnuppern statt. Katzen erkennen ihre Liebsten als erstes am Körpergeruch und speichern Erinnerungen in erster Linie über Gerüche ab. So erkennen sie ihr Territorium und wissen, wo sie sich sicher fühlen können.

Neben der Nase nutzen Samtpfoten auch das sogenannte Jacobson-Organ zwischen ihrem Gaumen und den Nasenlöchern zum Riechen – oder genauer gesagt zum Flehmen. Durch die besondere Mischung aus Riechen und Schmecken nehmen Katzen und andere Säugetiere Gerüche noch intensiver wahr und kommunizieren auf einzigartige Weise – zum Beispiel mit paarungsbereiten Artgenossen. Gleichzeitig ist das Jacobson-Organ auch für den Geschmackssinn verantwortlich.

Die Zunge als Multitalent

Die raue Zunge der Katze ist Sinnesorgan und Werkzeug in einem: Mit ihren Papillen, die wie klitzekleine Haken wirken, eignet sich die Katzenzunge hervorragend, um das Fell sauber zu halten und von Knötchen und Tierchen zu befreien. Sie spielt außerdem eine zentrale Rolle bei der Nahrungsaufnahme und hilft Katzen, durch Lecken ihre Körpertemperatur zu regulieren.

Schnurrhaare – sensibles Tastorgan

Die Schnurrhaare verleihen der Katze ihr süßes Aussehen, erfüllen darüber hinaus aber eine noch viel wichtigere Rolle: Sie helfen dem Tier, sich in seiner Umgebung zurechtzufinden. Die als Vibrissen bezeichneten Härchen sind maßgeblich für den Tastsinn der Katze verantwortlich. Sie nehmen feine Luftbewegungen, Vibrationen und Druckveränderungen wahr. Dadurch können Katzen Abstände genauer einschätzen, Gefahren erkennen, die ihre Augen aufgrund der kurzen Distanz nicht wahrnehmen können, und abwägen, wie sie ihre Beute am besten erlegen.

Beschwerden vorbeugen und Gesundheit stärken – für ein langes, erfülltes Katzenleben

Katzen sind zierliche, sensible Tiere mit einer hochkomplexen Anatomie, die optimal auf ihr agiles, neugieriges Wesen und ihren natürlichen Jagdtrieb abgestimmt ist. Neben einer artgerechten Haltung mit ausreichend Spiel, Bewegung und Klettermöglichkeiten brauchen Samtpfoten vor allem eine ausgewogene Ernährung, um ein langes, erfülltes und gesundes Leben zu genießen.

Eine abwechslungsreiche Mischung aus Nassfutter, Trockenfutter, ausreichend Wasser sowie ggf. Snacks und Drinks für mehr Freude am Fressen stellt sicher, dass Ihre Katze mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt ist und genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Neben der Qualität des Futters spielen auch die Ausgewogenheit, der Energiegehalt und die richtige Menge eine große Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Katze.

Insbesondere bei Wohnungskatzen, die sich im Alltag oft weniger bewegen als Freigänger, stellt Übergewicht ein ernstzunehmendes Risiko für die allgemeine Gesundheit der Katze dar. Übergewicht beschleunigt die Abnutzung der Gelenke, kann zu porösen Knochen führen und die Beweglichkeit und Agilität von Katzen erheblich einschränken – und damit auch die Lebensqualität.

KATTOVIT Indoor Nassfutter ist speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Wohnungskatzen abgestimmt. Eine kalorienarme, proteinreiche Rezeptur und leicht verdauliche Zutaten helfen, Übergewicht bei Hauskatzen zu reduzieren oder vorzubeugen. Für eine artgerechte Ernährung – und ein sorgenfreies Katzenleben.

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