Inhaltsverzeichnis
- Häufige Zahnprobleme bei Katzen erkennen
- Zahnpflege zu Hause – so geht’s richtig
- Zahnprobleme: Wann Sie zum Tierarzt gehen sollten
- Professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt
- FAQ - Häufig gestellte Fragen
Häufige Zahnprobleme bei Katzen erkennen
Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Katzen. Da Katzen Schmerzen oft gute und lange verbergen, werden viele Probleme erst spät erkannt. Achten Sie deshalb bereits auf kleine Veränderungen im Verhalten Ihrer Samtpfote und auf diese Symptome:
Typische Symptome bei Zahnproblemen
- Ihre Katze frisst weniger oder nur weiches Futter
- Sie kaut auffällig einseitig oder speichelt mehr
- Sie hat Mundgeruch
- Das Zahnfleisch ist gerötet oder blutet beim Fressen
- Ihre Katze zieht sich zurück oder wirkt gereizt
Häufige Ursachen
- Zahnstein: entsteht aus Plaque, die sich auf den Zähnen verhärtet
- Zahnfleischentzündung: Bakterien reizen das Zahnfleisch und verursachen Schmerzen
- FORL (resorptive Läsionen): schmerzhafte Auflösung der Zahnsubstanz, meist nur vom Tierarzt erkenn- und behandelbar
Zahnpflege zu Hause – so geht’s richtig
Nach dem Fressen lecken Katzen zwar ihre Zähne ab, um Nahrungsreste zu entfernen. Doch das reicht oft nicht aus. Weiches Futter und Leckerli fördern Plaque und Zahnstein, was wiederum Entzündungen und Mundgeruch verursacht. Saubere Zähne sind daher für Katzen ebenso wichtig wie für Menschen.
Soll man die Zähne einer Katze putzen?
Ja, es empfiehlt sich, die Zähne einer Katze regelmäßig zu putzen, um Zahnbelag zu entfernen und Zahnstein vorzubeugen. So verhindern Sie Zahnfleischentzündungen, Karies und schmerzhafte Zahnerkrankungen.
Wie gewöhne ich meine Katze an das Zähneputzen?
Mit Geduld und positiver Verstärkung klappt das meist gut:
- Berühren Sie sanft das Maul Ihrer Katze, um Vertrauen aufzubauen.
- Belohnen Sie jedes kooperative Verhalten.
- Beginnen Sie mit kurzen Putzzeiten und steigern Sie diese langsam.
- Machen Sie das Zähneputzen zu einem festen Ritual – am besten täglich.
Je früher Sie beginnen, desto einfacher wird es. Ideal ist es, schon im Kittenalter mit dem Training zu starten. Aber auch erwachsene Katzen können sich mit Geduld an die Routine gewöhnen.
Wie oft sollte man die Zähne der Katze putzen?
Idealerweise sollten Sie die Zähne Ihrer Katze täglich putzen, um Plaque und Bakterien wirksam zu entfernen. Wenn das nicht möglich ist, reicht es auch, die Zähne zwei- bis dreimal pro Woche gründlich zu reinigen.
Welche Zahnbürste ist geeignet?
- Fingerzahnbürsten bestehend aus weichem Silikon und werden auf den Finger gesteckt. So haben Sie eine gute Kontrolle beim Zähneputzen und ein geringes Risiko, das Zahnfleisch Ihrer Mieze zu verletzen.
- Doppelkopf-Zahnbürsten haben zwei unterschiedlich große Bürstenköpfe. Damit kommen Sie optimal sowohl an die vorderen als auch an die hinteren Zähne heran.
- 360°-Zahnbürsten haben Bürsten rund um den Kopf, sodass Sie die Katzenzähne leicht von allen Seiten reinigen können, ohne die Zahnbürste im Maul wenden zu müssen.
Welche Zahnpasta eignet sich für Katzen?
Bei der Zahnpasta sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie speziell für Katzen entwickelt wurde. Menschliche Zahnpasta ist ungeeignet, da sie Inhaltsstoffe enthält, die für Tiere giftig sein können.
- Natürliche Inhaltsstoffe: Wählen Sie Zahnpasten auf natürlicher oder pflanzlicher Basis. Sie sind meist milder und schonender für Zähne und Zahnfleisch.
- Enzymatische Rezeptur: Einige Zahnpasten für Katzen enthalten Enzyme, die Plaque und Bakterien im Maul aktiv bekämpfen. Zudem unterstützen sie die natürliche Reinigung und wirken auch dort, wo die Bürste nicht direkt hinkommt – ideal für Katzen, die das Putzen noch nicht vollständig akzeptieren.
- Frei von schädlichen Stoffen: Achten Sie darauf, dass die Zahnpasta kein Fluorid, Xylit oder Alkohol enthält. Diese Substanzen sind für Katzen giftig und können gesundheitliche Probleme verursachen. Auch künstliche Aromen oder Süßstoffe sollten Sie meiden.
Alternative Zahnpflege für empfindliche Katzen
Nicht jede Katze akzeptiert das Zähneputzen. In diesem Fall können Sie einige Alternativen nutzen:
- Kauartikel und Snacks reinigen die Zähne beim Kauen und massieren gleichzeitig das Zahnfleisch.
- Trinkwasserzusätze und Gels können die Bakterienbildung im Maul hemmen.
- Zahnpflege-Spielzeug unterstützt die mechanische Reinigung und sorgt außerdem für Beschäftigung.
Zahnprobleme: Wann Sie zum Tierarzt gehen sollten
Trotz sorgfältiger Zahnpflege zu Hause lassen sich manche Zahnprobleme nicht vermeiden. Dann ist ein Besuch beim Tierarzt wichtig, um Schmerzen und Entzündungen frühzeitig zu behandeln.
Ein Termin beim Tierarzt ist nötig, wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken:
- anhaltender Mundgeruch,
- Rötungen oder Blutungen am Zahnfleisch,
- Schmerzen bei Berührung
- Verweigerung der Nahrung oder einseitiges Kauen,
- vermehrtes Speicheln,
- wenn Ihre Katze sich viel am Maul reibt bzw. kratzt oder Berührungen am Maul meidet.
Diese Symptome können auf Zahnfleischentzündungen, Zahnstein oder tiefere Entzündungen im Maul hinweisen.
Professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt
Wenn Zahnpflege zu Hause bei Ihrer Katze nicht möglich ist, weil sie sich beispielsweise nicht an das Zähneputzen gewöhnen lässt, kann eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt gelegentlich sinnvoll sein.
Der Tierarzt kann mit speziellen Geräten Zahnstein und Beläge schonend entfernen. Dabei wird die Katze in Narkose gelegt, um Stress und Verletzungen zu vermeiden. Nach der Reinigung werden die Zähne poliert, damit sich neue Ablagerungen langsamer bilden.
Bei älteren Katzen, Zahnproblemen oder bei Verdacht auf FORL prüft der Tierarzt mithilfe von Röntgenaufnahmen, ob Zahnwurzeln betroffen sind, und kann erkrankte Zähne gezielt behandeln. Neben der Reinigung können je nach Diagnose auch entzündungshemmende Medikamente oder Antibiotika zum Einsatz kommen.
Nach einer professionellen Zahnreinigung sollten Sie die Maulgesundheit regelmäßig überprüfen. Der Tierarzt empfiehlt einen geeigneten Rhythmus für Nachkontrollen – meist alle sechs bis zwölf Monate.
Tipp: Gute Zahnpflege funktioniert am besten, wenn Ihre Katze insgesamt gesund ist. Um den Allgemeinzustand zu unterstützen, können Sie auf spezielle Aufbauprodukte wie die KATTOVIT Aufbaukur zurückgreifen. Sie stärkt das Immunsystem und fördert die Regeneration nach Erkrankungen.
