Graue niesende Katze mit zusammengekniffenen Augen und geöffnetem Maul

Katze niest: Ursachen, Symptome & Behandlung

Wenn Katzen niesen, reagieren sie auf einen Reiz in der Nase. Der Grund dafür kann harmlos sein – tritt das Niesen jedoch häufiger auf, steckt womöglich eine Allergie oder eine Erkrankung dahinter. Wir stellen Ursachen, Begleitsymptome und Behandlungsmöglichkeiten vor.

Was tun, wenn die Katze hechelt? Du liest Katze niest: Ursachen, Symptome & Behandlung 8 Minuten

Katze niest – warum und was tun?

Niesen ist ein Reflex – bei uns Menschen wie auch bei unseren liebsten Vierbeinern. Ihre Katze reagiert damit auf einen Reiz in der Nase. Dieser kann zum Beispiel durch einen penetranten Geruch oder ein Kitzeln ausgelöst werden. Wenn Katzen hin und wieder niesen, steckt also höchstwahrscheinlich nichts Ernstes dahinter. Tritt das Niesen jedoch häufiger auf, kann es auf eine Erkrankung oder Allergie hindeuten. Wir klären, welche Ursachen infrage kommen, wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten und wie Sie Ihrer Katze im Fall der Fälle helfen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Niesen als Reflex: harmlose Ursachen
  2. Niesen als Symptom von Krankheit und Allergie
  3. Weitere Ursachen für Niesen bei Katzen
  4. Fazit: Was tun, wenn die Katze niest?
  5. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Niesen als Reflex: harmlose Ursachen

Gelegentliches Niesen kann durch äußere Reize verursacht werden und ist meist harmlos. Oft reicht schon ein ungewohnter Duft, der die Geruchszellen der sensiblen Katzennase irritiert – zum Beispiel ein Raumduft, Parfum oder Reinigungsmittel.

Auch Staub und Flusen, die aufgewirbelt werden, können sich ins Riechorgan der Katze verirren und dort einen Reiz auslösen, der zu einem einzelnen Nieser oder gar zu einem Niesanfall führt. Durch das reflexartige, kräftige Ausstoßen von Luft beim Niesen versucht die Fellnase, kleine Fremdkörper wieder loszuwerden – meist mit Erfolg.

Manchmal reicht auch schon eine veränderte Luftfeuchtigkeit, um Katzen zum Niesen zu bringen: Sei es trockene Heizungsluft im Winter oder die plötzliche Umstellung, wenn Ihr Freigänger vom kalten Nass ins warme, trockene Heim zurückkehrt.

Niesen als Symptom von Krankheit und Allergie

Erst wenn Ihre Katze immer wieder niesen muss oder zusätzlich unter anderen Symptomen leidet, sollten Sie aufmerksam werden und der Ursache auf den Grund gehen. Je nach Begleiterscheinungen und Auftreten der Symptomatik kommen verschiedene Erkrankungen infrage:

Niesen als Erkältungssymptom

Auch Katzen können sich erkälten – zum Beispiel, wenn sie bei kalten Temperaturen draußen unterwegs sind oder sich Erkältungsviren von anderen Katzen einfangen. Dabei sind Stubentiger vor allem dann anfällig für Erkältungen, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist: ob durch Stress, Vorerkrankungen oder eine Operation.

Erkältungen äußern sich bei Katzen ähnlich wie bei uns Menschen. Neben Niesen kommt es daher oft zu weiteren Krankheitsanzeichen, darunter:

Solange die Symptome nicht allzu stark ausgeprägt sind, stecken Katzen eine Erkältung für gewöhnlich recht gut weg und erholen sich innerhalb weniger Tage von selbst. Nährstoffreiches Futter, viel Wasser sowie Wärme und Ruhe unterstützen die Genesung.

Hält die Erkältung sich hartnäckig und nehmen die Beschwerden zu, sollten Sie allerdings einen Tierarzt konsultieren – dann braucht Ihr Liebling vielleicht doch eine ärztliche Behandlung, um schnell gesund zu werden.

Katzenschnupfen: Niesen als typisches Symptom

Katzenschnupfen ist eine Atemwegserkrankung, die durch eine Reihe von Viren und Bakterien ausgelöst wird. Dabei können verschiedene Erreger des sogenannten Katzenschnupfenkomplexes beteiligt sein. Diese verbreiten sich schnell – nicht nur durch den direkten Kontakt zu einer infizierten Katze, sondern auch über kontaminierte Gegenstände.

Das Tückische an Katzenschnupfen: Was zunächst harmlos klingt und oft nicht eindeutig zu erkennen ist, kann zu schweren Folgeerkrankungen wie einer Bronchitis oder Lungenentzündung führen – und im schlimmsten Fall sogar tödlich für die erkrankte Katze enden. Deshalb ist es wichtig, potenzielle Warnzeichen frühzeitig wahrzunehmen und den Katzenschnupfen zügig behandeln zu lassen.

Niesen ist ein klassisches Symptom von Katzenschnupfen. Dazu gesellen sich:

  • Schnupfen, verstopfte Nase und Atembeschwerden
  • Ausfluss im Bereich der Nase und Augen
  • Ggf. Husten, Fieber oder Geschwüre im Maul

Während manche Katzen nur leichte Erkältungssymptome zeigen, leiden andere unter starken Beschwerden. Aber: Jede erkrankte Katze kann die Erreger übertragen. Bei Verdacht sollten Sie also dringend einen Tierarzt aufsuchen: Mit Antibiotika lässt sich Katzenschnupfen inzwischen gut behandeln – und gegen einen Teil des Komplexes gibt es sogar eine Impfung.

Niesen – eine allergische Reaktion

Wenn eine Katze häufig niesen muss, kann neben einer Infektion auch eine Allergie ursächlich sein. Das Immunsystem der Katze reagiert dann übermäßig empfindlich auf einen gewissen äußeren Reiz. Was für andere Tiere harmlos ist, löst bei allergischen Katzen unmittelbar eine Immunantwort aus, die sich zum Beispiel durch Niesen bemerkbar macht. Weiterhin kann es zu schwereren Abwehrreaktionen wie Atemnot, Juckreiz oder Hautentzündungen kommen.

Bleiben Allergien unentdeckt, können sie auf kurz oder lang chronische Folgeerkrankungen wie felines Asthma auslösen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Sie als Besitzer sofort reagieren, wenn der Verdacht einer allergischen Erkrankung aufkommt.

In den meisten Fällen deutet allergiebedingtes Niesen auf eine Umgebungsallergie hin – in Fachkreisen auch als Atopie bezeichnet. Der Reiz kann durch verschiedene Allergene ausgelöst werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Staub
  • Schimmelsporen
  • Pollen
  • Duftstoffe

Hausstaub- und Schimmelsporenallergie

Leidet eine Katze unter einer Hausstaub- oder Schimmelsporenallergie, treten die entsprechenden Symptome vermutlich nahezu dauerhaft auf. Denn Staub und Schimmel sind meist allgegenwärtig und betreffen die gesamte Wohnung oder zumindest einzelne Räume.

Pollenallergie

Eine Pollenallergie tritt hingegen saisonal in Erscheinung. Besonders starker Pollenflug herrscht hierzulande in den Frühlings- und Sommermonaten, etwa von April bis August. Es gibt jedoch auch Früh- und Spätblüherpollen, die je nach Witterung schon ab Februar bzw. bis in den Oktober umherschwirren. Dennoch lässt sich eine Pollenallergie daran erkennen, dass sie nicht ganzjährig, sondern zu bestimmten Jahreszeiten auftritt.

Während Freigängerkatzen in den Sommermonaten ständig mit Pollen in Kontakt kommen, können die Symptome bei Wohnungskatzen verstärkt bei geöffnetem Fenster oder nach dem Lüften auftreten.

Duftstoffallergie

Duftstoffe können sich zum Beispiel in der Katzenstreu finden. In diesem Fall sind die betroffenen Samtpfoten dem Allergen nicht dauerhaft, sondern nur beim Toilettengang ausgesetzt. Das kann dazu führen, dass auch die Abwehrreaktion des Immunsystems eher situativ auftritt – vor allem wenn sie sich durch Niesen äußert. Auch wenn Allergien grundsätzlich durch einen Tierarzt festgestellt werden sollten, kann der Umstieg auf ein Produkt ohne Duft- und Zusatzstoffe hier schnell Abhilfe schaffen.

Aber: In Waschmitteln, Reinigungsmitteln und Raumsprays kommen ebenso häufig Duftstoffe zum Einsatz. Ein Allergietest schafft Klarheit und hilft, den Übeltäter ausfindig zu machen und zeitnah zu beseitigen.

Futtermittelallergie bei Katzen

In seltenen Fällen kann Niesen auch auf eine Futtermittelallergie hindeuten. Diese äußert sich zwar primär durch Durchfall, Erbrechen und andere Beschwerden im Magen-Darm-Bereich oder durch Hautirritationen wie Schwellungen und Ausschlag. Hin und wieder treten bei einer Futtermittelallergie aber auch unspezifische Symptome, zum Beispiel im Bereich der Atemwege, auf.

Durch eine Ausschlussdiät lässt sich – gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt – feststellen, auf welche Inhaltsstoffe eine Katze reagiert. Dann gilt es, die Ernährung schrittweise umzustellen. Sensitive Spezialkost kann dabei eine große Hilfe sein. KATTOVIT Sensitive ist speziell auf die Bedürfnisse sensibler Katzen abgestimmt und kombiniert eine schonende, auf tierärztlichen Erkenntnissen basierende Rezeptur mit reichhaltigen, verträglichen Nährstoffen.

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Weitere Ursachen für Niesen bei Katzen

In den meisten Fällen niesen Katzen, weil ihre Nasenschleimhaut gereizt ist. Eine solche Reizung entsteht auch, wenn im Inneren der Nase Druck ausgeübt wird: beispielsweise durch einen Fremdkörper oder ein Geschwür.

Fremdkörper in der Katzennase sind keine Seltenheit. Meist handelt es sich dabei um einen verirrten Grashalm oder Ähnliches, der die Katze beim Atmen stört. Hört das Niesen nicht von selbst auf, braucht Ihr Liebling womöglich Hilfe dabei, den Störenfried zu beseitigen. Schauen Sie vorsichtig nach und suchen Sie im Zweifelsfall einen Experten auf, damit die Katze wieder durchatmen kann und der Fremdkörper sich nicht entzündet.

Geschwüre können nahezu überall entstehen – auch in der Katzennase. Dort verengen sie die Atemwege und reizen die Schleimhaut, was sich mitunter durch häufiges Niesen bemerkbar machen kann, oft in Kombination mit einseitigem Ausfluss. Eine ärztliche Untersuchung zeigt, ob es sich womöglich um einen Tumor handelt – und ob dieser gutartig oder bösartig ist. Das entscheidet schließlich auch über die Therapierung.

Fazit: Was tun, wenn die Katze niest?

Niest Ihre Katze hin und wieder, können Sie entspannt bleiben. Erst wenn das Symptom über einen längeren Zeitraum anhält und gepaart mit anderen Auffälligkeiten auftritt, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.

Begleitsymptome wie Fieber, eine verstopfte Nase, Ausfluss aus Nase und Augen sowie Husten können auf eine Erkältung oder eine Katzenschnupfeninfektion hindeuten. Vielleicht leidet Ihre Katze auch an einer Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Pollen. Nicht zuletzt kann häufiges Niesen auch auf einen Tumor oder einen Fremdkörper in der Nase hindeuten.

Beobachten Sie Ihre Katze aufmerksam, notieren Sie sich potenzielle Begleitsymptome und dokumentieren Sie, wann oder in welchen Situationen Ihr Stubentiger vermehrt niest. Diese Informationen helfen dem Tierarzt, die richtigen Schritte einzuleiten, um schnell eine Diagnose zu stellen und ggf. mit der Behandlung zu beginnen.

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Häufig gestellte Fragen

Wenn Katzen krank sind, versuchen sie zunächst, sich möglichst nichts anmerken zu lassen. Dennoch führt Unwohlsein bei Fellnasen oft zu einem Rückzug: Sie wirken dann in sich gekehrt, schlafen viel, sind lustlos und passiv und je nach Charakter und Situation auch mal aggressiv. Im späteren Verlauf treten dann oft weitere Symptome auf, die eine etwas genauere Einschätzung der Katzenkrankheit ermöglichen – zum Beispiel Durchfall und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Juckreiz oder Ähnliches. Welche Beschwerden auftreten, hängt natürlich stark von der jeweiligen Erkrankung ab. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Katze krank ist oder Schmerzen hat, sollten Sie zügig einen Tierarzt aufsuchen. Mit etwas Glück steckt nichts Gravierendes dahinter. Im Falle einer ernsthaften Erkrankung wird dem Tier so aber schnell geholfen.

Wie auch beim Menschen äußert sich Schnupfen bei der Katze durch Ausfluss, Niesen oder auch durch eine verstopfte Nase und damit einhergehende Atemschwierigkeiten. Gemeinhin unterscheidet man aber zwischen Schnupfen, der zum Beispiel durch eine Erkältung hervorgerufen wird und die obigen Symptome umfasst, und dem sogenannten Katzenschnupfen. Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine Erkrankung, die durch eine bakterielle und/oder virale Infektion hervorgerufen wird und im schlimmsten Falle die Atemwege und Schleimhäute der Katze so sehr angreift, dass ein tödlicher Verlauf nicht ausgeschlossen ist. Gerade im Anfangsstadium sind Katzenschnupfen und Schnupfen nicht unbedingt eindeutig voneinander zu trennen – in diesem Sinne sind Sie mit einem Tierarztbesuch also auf der sicheren Seite und gehen kein Risiko zulasten der Gesundheit Ihrer Samtpfote ein. 

Die wohl größte Schwierigkeit in der Beurteilung der Katzennase liegt darin, zu differenzieren, wann die Nase der Katze feucht ist und wann sie viel eher nass ist. Während der Unterschied zwischen trocken und feucht noch recht gut auszumachen ist, fällt es vielen Besitzern schon deutlich schwerer, festzustellen, ob die Nase der Katze angemessen feucht oder besorgniserregend nass ist – entweder weil das Tier sich vermehrt putzt oder weil es unter Nasenausfluss leidet. Beides lässt sich aber gut herausfinden, indem man die Katze für eine Weile beobachtet. Wenn die Nase tropft oder läuft, das Sekret verfärbt ist oder seine Konsistenz Ihnen unnatürlich erscheint, ist die Sorge meist berechtigt. Und auch ein gesteigertes Putzverlangen seitens der Katze kann als Signal dienen und einen Besuch beim Tierarzt allemal rechtfertigen.

Bei gesunden Katzen ist die Nase die meiste Zeit über weich, kühl und leicht feucht. Das ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Schleimhäute mit Feuchtigkeit versorgt sind, und wird andererseits durch das Reinlichkeitsbedürfnis der Katze aufrechterhalten. Indem sie sich nämlich in regelmäßigen Abständen Pfoten, Gesicht und Co. putzt und die eigene Körperpflege mit der Zunge und Speichel durchführt, wird auch die Nase der Katze feucht gehalten.

Fieber bei Katzen zeigt sich neben der ungewöhnlich hohen Körpertemperatur auch in weiteren Begleitsymptomen. Ab einer Temperatur von 39,2 Grad Celsius liegt Fieber vor – messen können Sie die Temperatur rektal mit einem digitalen Thermometer oder beim Tierarzt. Darüber hinaus kann Ihre Katze schlapp, müde, appetitlos und ungewöhnlich durstig sein sowie sich auffällig aggressiv verhalten oder zurückziehen. Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall, steife Muskeln und Gelenke, starkes Zittern und eine trockene Nase und trockener Kot deuten ebenfalls auf Fieber hin. Atmet Ihre Samtpfote schneller als gewöhnlich, das heißt, mit mehr als 40 Atemzügen pro Minute, und hechelt, ist dies auch ein Warnsignal für Fieber. Seien Sie aufmerksam und bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt, wenn das Fieber nicht verschwindet und besorgniserregende Symptome hinzukommen.

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