Eine orangefarbene Katze schaut aus einer weißen Katzentoilette heraus. Die Toilette steht auf einem Holzboden vor einer hellblauen Wand.

Ihre Katze uriniert viel? Das steckt dahinter

Wenn Ihre Katze plötzlich viel uriniert, kann das verschiedene Ursachen haben. Auch wenn dabei entstehende Missgeschicke zunächst ärgerlich sind, passieren diese Missgeschicke nicht selten ohne Grund. Erfahren Sie hier, was vermehrtes Urinieren bedeuten kann und wann Sie sich Sorgen machen sollten.

Katze stinkt aus dem Maul Du liest Ihre Katze uriniert viel? Das steckt dahinter 9 Minuten Weiter Katze hat Entzündung im Maul

Befindet sich eine Pfütze neben dem Katzenklo oder an einer anderen Stelle in der Wohnung, ist das erst mal ärgerlich. Doch dahinter steckt meist keine böse Absicht. Manchmal sind diese Missgeschicke darauf zurückzuführen, dass Ihre Katze vermehrt urinieren muss. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Was genau dahinter steckt, wenn Ihre Katze viel uriniert, und wann es Anlass zur Sorge gibt, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie viel uriniert eine gesunde Katze?
  2. Vermehrtes Urinieren und gesteigerter Durst
  3. Warum uriniert Ihre Katze viel? Häufige Ursachen
  4. Wenn ältere Katzen viel trinken und urinieren
  5. Welche Symptome sprechen für welche Erkrankung?
  6. Wann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen?
  7. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viel uriniert eine gesunde Katze?

Da Katzen sich in Größe, Rasse und Gewicht unterscheiden, lässt sich ihr Trink- und Urinverhalten nur grob einschätzen. Wird Ihre Katze mit Nassfutter ernährt, sollte sie etwa 50–60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht am Tag aufnehmen[Q1] . Die obere Grenze liegt bei 80–100 ml. Rund die Hälfte davon scheidet sie wieder aus.

Wichtiger als Richtwerte ist jedoch das normale Verhalten Ihrer Fellnase. Trinkt sie plötzlich deutlich mehr oder ist der Wassernapf ungewohnt schnell leer, steigt ihr Flüssigkeitsbedarf. Gleiches gilt für den Urin: Liegen viele Klumpen im Katzenklo oder finden Sie Pfützen in der Wohnung, deutet das auf eine erhöhte Harnmenge hin.

Vermehrtes Urinieren und gesteigerter Durst

Vermehrtes Wasserlassen nennt man Polyurie, gesteigerten Durst Polydipsie. Beide hängen eng zusammen: Entweder führt mehr Trinken zu häufigerem Urinieren, oder der Körper scheidet mehr Flüssigkeit aus und löst dadurch mehr Durst aus.

Der Körper kontrolliert ständig den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Fehlt Flüssigkeit, signalisiert das Gehirn Durst und gibt das antidiuretische Hormon frei. Die Nieren halten dann mehr Wasser zurück, und der Urin wird dunkler. Ist dagegen zu viel Flüssigkeit im Blut, scheidet der Körper sie über vermehrtes Urinieren aus.

Selten liegt eine Störung im Gehirn vor, die unnötigen Durst auslöst. Häufiger stecken jedoch Harnwegs- oder Stoffwechselerkrankungen hinter Polyurie und Polydipsie.

Warum uriniert Ihre Katze viel? Häufige Ursachen

Die Ursachen einer Polyurie können vielfältig sein. Häufig sind die Harnwege der Katze für das gesteigerte Ausscheiden von Urin verantwortlich. Die zugrunde liegenden Erkrankungen sind nicht zwingend lebensbedrohlich, sollten aber immer sehr ernst genommen werden, um frühestmöglich einzuschreiten.

Erkrankungen der Harnwege

Erkrankungen der Harnwege zählen zu den häufigsten Ursachen für vermehrtes Urinieren bei Katzen. Sie gehen oft mit Schmerzen oder einem veränderten Urinabsatz einher und sollten frühzeitig abgeklärt werden.

Blasenentzündung

Auch Katzen können eine Blasenentzündung entwickeln. Häufig verursachen Harnsteine oder Harngrieß kleine Verletzungen in der Blase, die sich entzünden. Bakterien können sich dann leicht ausbreiten.

Typische Anzeichen sind häufiges Urinieren, ein starker Geruch sowie braun- oder rot gefärbter Urin. In der Regel behandelt der Tierarzt die Entzündung mit Antibiotika und Schmerzmitteln, sodass die Beschwerden meist nach wenigen Tagen abklingen.

Harnsteine 

Harnsteine – auch Struvitsteine oder Urolithen genannt – entstehen, wenn sich Mineralien im Urin zu Kristallen verbinden. Sie reizen die Harnwege und können Entzündungen auslösen.

Kleine Steine lassen sich oft durch viel Flüssigkeit und Spezialfutter ausscheiden. Der Körper erhöht dabei die Urinmenge, um die Steine herauszuspülen. Größere Steine können jedoch einen Harnwegsverschluss verursachen und im schlimmsten Fall die Harnwege schädigen. Bei Verdacht auf Harnsteine sollte die Katze schnell untersucht werden.

Erkrankungen von Niere und Stoffwechsel

Störungen von Niere oder Stoffwechsel beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Betroffene Katzen trinken meist deutlich mehr und scheiden große Mengen Urin aus.

Niereninsuffizienz

Eine weitere Erkrankung, die Sie in Betracht ziehen sollten, wenn Ihre Katze viel uriniert, ist eine Niereninsuffizienz. Hierbei handelt es sich um eine Einschränkung der Nierenfunktion. Bei einer Niereninsuffizienz arbeiten die Nieren nicht mehr richtig. Sie regulieren normalerweise den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Eine gestörte Funktion führt häufig zu Polyurie.

Bei einer akuten Niereninsuffizienz, zum Beispiel nach einer Vergiftung, kann schnelle Behandlung zur vollständigen Genesung führen. Eine chronische Niereninsuffizienz ist dagegen nicht heilbar. Erste Symptome wie vermehrtes Urinieren, Erbrechen oder Müdigkeit treten meist erst auf, wenn große Teile des Nierengewebes geschädigt sind. Eine früh begonnene Nierendiät kann den Verlauf jedoch verlangsamen.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert der Körper zu viele Schilddrüsenhormone. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Die Katze wirkt unruhig, hat starken Hunger und Durst und uriniert entsprechend mehr.

Ursache ist meist eine gut- oder bösartige Gewebewucherung in der Schilddrüse. Da die Symptome ähnlichen Erkrankungen wie Niereninsuffizienz oder Diabetes ähneln, ist eine Blutuntersuchung notwendig.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels. Die Glukose aus der Nahrung gelangt wegen eines Insulinmangels nicht in die Zellen. Betroffene Katzen sind oft müde, fressen viel und trinken deutlich mehr. Da der Körper den überschüssigen Zucker über den Urin ausscheidet, geht viel Flüssigkeit verloren. Die Katze kompensiert das durch vermehrtes Trinken.

Früh erkannt lässt sich Diabetes gut behandeln – teilweise sogar vollständig beheben. Meist ordnet der Tierarzt Insulin und eine angepasste Diät an, um den Blutzucker zu stabilisieren.

Vergiftungen und bakterielle Erkrankungen

Giftstoffe und bakterielle Infektionen belasten den Organismus und regen die Ausscheidung über den Urin an. Zusätzlich treten häufig Allgemeinsymptome auf.

Vergiftungen

Giftstoffe regen den Körper an, sie über den Urin auszuschwemmen. Dadurch uriniert die Katze mehr. Manche Substanzen belasten zusätzlich die Organe, was ebenfalls zu Polyurie führt. Achten Sie auf giftige Pflanzen, Putzmittel oder andere Stoffe, die die Katze aufnehmen könnte. Bei Freigängern ist das Risiko höher.

Treten neben dem vielen Urinieren Symptome wie Müdigkeit, Verwirrtheit, Erbrechen oder Durchfall auf, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Blutvergiftung und Gebärmutterentzündung

Auch bakterielle Vergiftungen wie eine Blutvergiftung können die Harnwege schädigen. Das gilt ebenso für eine Gebärmutterentzündung, die nach der Rolligkeit entstehen kann. Typische Anzeichen sind Fieber, Müdigkeit und eitriger Ausfluss. Die Bakterien belasten die Nieren und führen zu Polyurie und Polydipsie.

Ernährung

Manchmal liegt gesteigertes Urinieren an einer Futterumstellung. Bekommt die Katze häufiger Trockenfutter, trinkt sie automatisch mehr und scheidet entsprechend mehr aus. Nach einiger Zeit stellt sich der Körper meist darauf ein.

Auch eine salzreiche Ernährung erhöht den Urinabsatz. Überschüssiges Natrium wird über den Urin ausgeschieden.

Verhalten

Nicht jedes Urinieren außerhalb des Katzenklos ist krankheitsbedingt. Stress, Revierverhalten oder Probleme mit der Katzentoilette spielen häufig eine Rolle.

Markierverhalten

Vor allem unkastrierte Kater markieren ihr Revier mit kleinen Urinmengen. Stress oder Veränderungen im Haushalt können dieses Verhalten verstärken.

Unsauberkeit und Katzenklo

Ein ungeeignetes oder schlecht gereinigtes Katzenklo führt dazu, dass Katzen außerhalb der Toilette urinieren, ohne tatsächlich mehr Urin zu produzieren.

Wenn ältere Katzen viel trinken und urinieren

Trinkt und uriniert eine alte Katze deutlich mehr als früher, steckt häufig eine altersbedingte Erkrankung dahinter. Besonders verbreitet sind:

  • chronische Niereninsuffizienz
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes mellitus

Da die Symptome oft schleichend beginnen, bleiben sie lange unbemerkt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem siebten Lebensjahr helfen, Erkrankungen früh zu erkennen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lässt sich der Krankheitsverlauf beeinflussen.

Welche Symptome sprechen für welche Erkrankung?

Einzelne Symptome helfen dabei, Erkrankungen voneinander zu unterscheiden. Die endgültige Diagnose stellt zwar der Tierarzt, doch Ihre Beobachtungen liefern wichtige Hinweise. Achten Sie daher genau auf Veränderungen im Verhalten, beim Trinken und beim Urinabsatz.

Pollakisurie und Strangurie

Neben der Polyurie gibt es weitere Formen von Harnproblemen:

  1. Pollakisurie: häufiges Urinieren in kleinen Mengen, meist durch eine gereizte Blase
  2. Strangurie: schmerzhaftes, angestrengtes Pressen beim Urinieren

Beide treten häufig bei Blasenentzündungen oder Harnsteinen auf. Die Katze versucht dabei, Fremdkörper aus den Harnwegen zu entfernen. Die Symptome deuten meist auf eine FLUTD (Feline Lower Urinary Tract Disease) hin.

Harnwegsverschluss

Ein Harnwegsverschluss entsteht durch Harnsteine oder Schleimpfropfen. Die Katze setzt dabei nur wenig oder gar keinen Urin ab[Q2] , besucht das Katzenklo aber häufig. So entsteht der Eindruck, sie müsse ständig urinieren.

Bleibt die Streu unberührt oder kann die Katze keinen Urin absetzen, besteht akute Lebensgefahr. Weitere Anzeichen sind:

  • Erbrechen
  • Schmerzen im Bauchbereich
  • schnelle, flache Atmung

In diesem Fall ist sofortiger tierärztlicher Notdienst erforderlich.

Harninkontinenz

Bei einer Harninkontinenz verliert die Katze unkontrolliert größere Mengen Urin. Häufig passiert das im Schlaf, [Q3] sodass Liegeplätze nass werden. Die tägliche Urinmenge bleibt gleich, ebenso die Trinkmenge.

Inkontinenz ist nicht mit Markieren zu verwechseln. Markierende Katzen setzen gezielt kleine Urinspritzer ab, während inkontinente Tiere den Urin einfach laufen lassen.

Unsauberkeit

Urinieren Katzen bewusst außerhalb des Katzenklos, liegt meist Unsauberkeit vor. Die Katze geht dabei in Hockstellung und setzt normale Urinmengen ab. Die Gesamtmenge verändert sich nicht.

Häufige Auslöser sind Stress oder Angst, Veränderungen im Haushalt und der Umgebung sowie Protestverhalten. Solange der Urin normal aussieht und keine weiteren Symptome auftreten, sind körperliche Ursachen eher unwahrscheinlich. Dennoch sollten Krankheiten ausgeschlossen werden. 

Wann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen?

Uriniert Ihre Katze plötzlich mehr und zeigt zusätzlich Symptome wie Apathie, Erbrechen oder Durchfall, sollten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Tierarzt aufsuchen.

Wirkt die Katze ansonsten fit, beobachten Sie ihr Verhalten drei bis vier Tage:

  • Messen Sie die tägliche Trinkmenge
  • Kontrollieren Sie die Urinmenge im Katzenklo
  • Achten Sie darauf, dass keine anderen Wasserquellen genutzt werden

Bleibt die Veränderung bestehen, vereinbaren Sie einen Tierarzttermin. Bringen Sie möglichst eine Urinprobe vom Morgen mit. Ihre Beobachtungen helfen dem Tierarzt, schneller eine genaue Diagnose zu stellen.

Ihre Fragen - unsere Antworten!

Häufig gestellte Fragen

Das Urinary Katzenfutter soll unterstützend die Entstehung von Harnsteinen hemmen und ihnen vorbeugen. Das Diätfutter hilft daher nicht nur Katzen, die bereits in der Vergangenheit unter Struvitsteinen gelitten haben oder sogar aktuell erkrankt sind, sondern auch den Vierbeinern, die ein erhöhtes Risiko für Harnsteine haben. Harnsteine treten vor allem zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr einer Katze auf. Das Risiko ist für kastrierte Tiere und solche mit Übergewicht weiter erhöht. Auch eine Ernährung mit ungeeignetem Trockenfutter kann die Bildung von Harnsteinen begünstigen. Katzen, die sich ausschließlich von Trockenfutter ernähren, laufen schneller Gefahr, nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. In der Folge urinieren sie seltener und kleine Kristalle werden nicht rechtzeitig aus den Harnwegen gespült, bevor sie sich zu größeren Harnsteinen entwickeln. Es ist daher ratsam, weitestgehend auf Trockenfutter zu verzichten und bei bekanntem Risiko auch gesunden Katzen vorbeugend das Urinary Diätfutter zu geben.

Uriniert Ihre Katze viel oder geht sehr oft auf die Toilette, kann das viele Gründe haben. Treten keine weiteren Begleitsymptome auf und wirkt die Katze auch sonst gesund, können Sie das Verhalten die nächsten drei bis vier Tage erst einmal beobachten. Tritt keine Verbesserung ein, suchen Sie einen Tierarzt auf. Stellen Sie jedoch zusätzlich zum vermehrten Urinieren Symptome wie Apathie, verstärkten Durst, Erbrechen oder Durchfall fest oder bemerken Sie Blut im Urin, können diverse Erkrankungen wie eine Niereninsuffizienz oder eine Blasenentzündung dahinterstecken. In diesem Fall zögern Sie nicht, sofort einen Arzt aufzusuchen. Nicht immer ist eine schlimme Krankheit verantwortlich, doch in jedem Fall ist es wichtig, dass eine Veränderung beim Urinieren ernst genommen und untersucht wird. So können Sie frühzeitig auf Erkrankungen reagieren und diese behandeln.

Wie häufig Ihre Katze am Tag das Katzenklo aufsucht, ist abhängig von vielen Faktoren. Größe, Gewicht und Rasse spielen hier eine Rolle, aber auch ihr individuelles Verhalten sowie die Temperatur. Ist Ihre Katze sehr aktiv oder sind die Temperaturen hoch, trinkt sie mehr und uriniert entsprechend viel. Eine gesunde ausgewachsene Katze trinkt abhängig von diesen Faktoren täglich circa 50 bis 100 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Ungefähr die Hälfte der Flüssigkeit scheidet sie über den Urin wieder aus. Achten Sie jedoch generell auf die Trink- und Urinabsatzmenge Ihres Lieblings. So können Sie am besten feststellen, wenn eine Abweichung auftritt.

Welches Futtermittel bei einer Zystitis das richtige ist, hängt vorrangig von der Ursache der Blasenentzündung ab. Grundsätzlich ist eine gesteigerte Flüssigkeitszufuhr für betroffene Katzen hilfreich: Diese kann zum Beispiel durch Nassfutter, Drinks und genügend Wasser angekurbelt werden. Bei einer bakteriellen Blasenentzündung macht eine Umstellung der Nahrung vor allem dann Sinn, wenn eine Vorerkrankung die Infektion begünstigt – für Diabetikerkatzen und Miezen, die unter einer chronischen Niereninsuffizienz leiden, gibt es zum Beispiel passendes Diätfutter. Bei Struvitsteinen wiederum sollten Sie auf ein Futtermittel mit reduziertem Magnesiumgehalt setzen, das im Idealfall auch den pH-Wert des Urins leicht ansäuert. Die KATTOVIT Urinary Reihe ist ganz besonders auf die Bedürfnisse von Katzen mit Struvitsteinen abgestimmt und bietet mit Nassfutter, Trockenfutter, einer Cream und einem Drink für jedes Schleckermaul die passende Nahrung. Sprechen Sie sich dahingehend gern mit dem behandelnden Tierarzt ab.

Wenn Sie den Verdacht hegen, dass Ihre Katze unter einer Blasenentzündung leiden könnte, sollten Sie zügig einen Tierarzt aufsuchen. Dieser stellt zunächst fest, ob es sich um eine Zystitis handelt und – falls ja – welche Form der Erkrankung bei Ihrer Katze vorliegt. Die Diagnose erfolgt mithilfe einer Urinprobe oder eines Ultraschall- oder Röntgenbildes. Im Anschluss erfolgt die Behandlung: Je nach Befund können Antibiotika, Schmerzmittel oder eine Futtermittelumstellung angeordnet werden. Finden sich Harnsteine in der Blase oder der Harnröhre Ihres Vierbeiners, kann unter Umständen ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung erforderlich sein.

Klären Sie eine Futterumstellung bei Struvitsteinen immer zuerst mit dem Tierarzt ab. In der Regel füttern Sie Ihre Katze mit speziellem harnansäuerndem Diätfutter, da der pH-Wert des Urins reduziert werden muss. Ein zu hoher pH-Wert begünstigt die Bildung der Steine. Achten Sie bei der Fütterung auch auf einen geringen Phosphat- und Magnesium-Anteil. Ihr Stubentiger sollte außerdem stets Zugang zu frischem Wasser haben.

Konnten Sie Auffälligkeiten rund um das Wasserlassen Ihrer Katze feststellen und fallen Ihnen auch weitere Symptome wie Abgeschlagenheit oder sogar Durchfall und Erbrechen auf, sollten Sie mit einem Tierarztbesuch nicht lange warten. Eine genaue Untersuchung des Tieres schafft Klarheit über Behandlungsmöglichkeiten. Bei leichteren Fällen von Struvitsteinen können harnansäuernde Medikamente sowie eine Umstellung auf Diätfutter bereits helfen. Schwere Fälle werden als Notfälle meist mit Infusionen und Harnkatheter behandelt. In jedem Fall ist die Auflösung der Harnsteine notwendig, um einen Verschluss der Harnröhre zu vermeiden.

Wenn ein Kater häufig uriniert, kommen Markierverhalten oder Erkrankungen der Harnwege infrage. Unkastrierte Kater markieren dabei meist mit kleinen Urinspritzern an Möbeln oder Wänden. Uriniert der Kater dagegen häufig im Katzenklo und wirkt angestrengt, können eine Blasenentzündung, Harnsteine oder ein Harnwegsverschluss die Ursache sein. Letzterer ist lebensgefährlich und erfordert sofortige tierärztliche Behandlung.

Setzt Ihre Mieze große Mengen Urin ab, spricht das für eine Polyurie. Häufige Ursachen sind Diabetes mellitus, eine Niereninsuffizienz, hormonelle Störungen oder eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme, etwa nach einer Futterumstellung. Bei Blasenentzündungen oder Harnsteinen uriniert die Katze dagegen häufig, aber nur in kleinen Mengen. Große Urinmengen deuten daher eher auf eine Stoffwechsel- oder Nierenerkrankung hin.

Trinkt und uriniert eine Katze deutlich mehr als sonst, liegt meist eine körperliche Ursache vor, zum Beispiel:

  • Diabetes mellitus
  • chronische Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Vergiftungen

Halten die Symptome länger als wenige Tage an, sollte die Katze tierärztlich untersucht werden.

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