Katze niest – warum und was tun?
Niesen ist ein Reflex – bei uns Menschen wie auch bei unseren liebsten Vierbeinern. Ihre Katze reagiert damit auf einen Reiz in der Nase. Dieser kann zum Beispiel durch einen penetranten Geruch oder ein Kitzeln ausgelöst werden. Wenn Katzen hin und wieder niesen, steckt also höchstwahrscheinlich nichts Ernstes dahinter. Tritt das Niesen jedoch häufiger auf, kann es auf eine Erkrankung oder Allergie hindeuten. Wir klären, welche Ursachen infrage kommen, wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten und wie Sie Ihrer Katze im Fall der Fälle helfen können.
Inhaltsverzeichnis
- Niesen als Reflex: harmlose Ursachen
- Niesen als Symptom von Krankheit und Allergie
- Weitere Ursachen für Niesen bei Katzen
- Fazit: Was tun, wenn die Katze niest?
- FAQ – Häufig gestellte Fragen
Niesen als Reflex: harmlose Ursachen
Gelegentliches Niesen kann durch äußere Reize verursacht werden und ist meist harmlos. Oft reicht schon ein ungewohnter Duft, der die Geruchszellen der sensiblen Katzennase irritiert – zum Beispiel ein Raumduft, Parfum oder Reinigungsmittel.
Auch Staub und Flusen, die aufgewirbelt werden, können sich ins Riechorgan der Katze verirren und dort einen Reiz auslösen, der zu einem einzelnen Nieser oder gar zu einem Niesanfall führt. Durch das reflexartige, kräftige Ausstoßen von Luft beim Niesen versucht die Fellnase, kleine Fremdkörper wieder loszuwerden – meist mit Erfolg.
Manchmal reicht auch schon eine veränderte Luftfeuchtigkeit, um Katzen zum Niesen zu bringen: Sei es trockene Heizungsluft im Winter oder die plötzliche Umstellung, wenn Ihr Freigänger vom kalten Nass ins warme, trockene Heim zurückkehrt.
Niesen als Symptom von Krankheit und Allergie
Erst wenn Ihre Katze immer wieder niesen muss oder zusätzlich unter anderen Symptomen leidet, sollten Sie aufmerksam werden und der Ursache auf den Grund gehen. Je nach Begleiterscheinungen und Auftreten der Symptomatik kommen verschiedene Erkrankungen infrage:
Niesen als Erkältungssymptom
Auch Katzen können sich erkälten – zum Beispiel, wenn sie bei kalten Temperaturen draußen unterwegs sind oder sich Erkältungsviren von anderen Katzen einfangen. Dabei sind Stubentiger vor allem dann anfällig für Erkältungen, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist: ob durch Stress, Vorerkrankungen oder eine Operation.
Erkältungen äußern sich bei Katzen ähnlich wie bei uns Menschen. Neben Niesen kommt es daher oft zu weiteren Krankheitsanzeichen, darunter:
- Husten und Heiserkeit beim Miauen
- Nasenausfluss und tränende Augen
- Müdigkeit und Appetitlosigkeit
Solange die Symptome nicht allzu stark ausgeprägt sind, stecken Katzen eine Erkältung für gewöhnlich recht gut weg und erholen sich innerhalb weniger Tage von selbst. Nährstoffreiches Futter, viel Wasser sowie Wärme und Ruhe unterstützen die Genesung.
Hält die Erkältung sich hartnäckig und nehmen die Beschwerden zu, sollten Sie allerdings einen Tierarzt konsultieren – dann braucht Ihr Liebling vielleicht doch eine ärztliche Behandlung, um schnell gesund zu werden.
Katzenschnupfen: Niesen als typisches Symptom
Katzenschnupfen ist eine Atemwegserkrankung, die durch eine Reihe von Viren und Bakterien ausgelöst wird. Dabei können verschiedene Erreger des sogenannten Katzenschnupfenkomplexes beteiligt sein. Diese verbreiten sich schnell – nicht nur durch den direkten Kontakt zu einer infizierten Katze, sondern auch über kontaminierte Gegenstände.
Das Tückische an Katzenschnupfen: Was zunächst harmlos klingt und oft nicht eindeutig zu erkennen ist, kann zu schweren Folgeerkrankungen wie einer Bronchitis oder Lungenentzündung führen – und im schlimmsten Fall sogar tödlich für die erkrankte Katze enden. Deshalb ist es wichtig, potenzielle Warnzeichen frühzeitig wahrzunehmen und den Katzenschnupfen zügig behandeln zu lassen.
Niesen ist ein klassisches Symptom von Katzenschnupfen. Dazu gesellen sich:
- Schnupfen, verstopfte Nase und Atembeschwerden
- Ausfluss im Bereich der Nase und Augen
- Ggf. Husten, Fieber oder Geschwüre im Maul
Während manche Katzen nur leichte Erkältungssymptome zeigen, leiden andere unter starken Beschwerden. Aber: Jede erkrankte Katze kann die Erreger übertragen. Bei Verdacht sollten Sie also dringend einen Tierarzt aufsuchen: Mit Antibiotika lässt sich Katzenschnupfen inzwischen gut behandeln – und gegen einen Teil des Komplexes gibt es sogar eine Impfung.
Niesen – eine allergische Reaktion
Wenn eine Katze häufig niesen muss, kann neben einer Infektion auch eine Allergie ursächlich sein. Das Immunsystem der Katze reagiert dann übermäßig empfindlich auf einen gewissen äußeren Reiz. Was für andere Tiere harmlos ist, löst bei allergischen Katzen unmittelbar eine Immunantwort aus, die sich zum Beispiel durch Niesen bemerkbar macht. Weiterhin kann es zu schwereren Abwehrreaktionen wie Atemnot, Juckreiz oder Hautentzündungen kommen.
Bleiben Allergien unentdeckt, können sie auf kurz oder lang chronische Folgeerkrankungen wie felines Asthma auslösen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Sie als Besitzer sofort reagieren, wenn der Verdacht einer allergischen Erkrankung aufkommt.
In den meisten Fällen deutet allergiebedingtes Niesen auf eine Umgebungsallergie hin – in Fachkreisen auch als Atopie bezeichnet. Der Reiz kann durch verschiedene Allergene ausgelöst werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Staub
- Schimmelsporen
- Pollen
- Duftstoffe
Hausstaub- und Schimmelsporenallergie
Leidet eine Katze unter einer Hausstaub- oder Schimmelsporenallergie, treten die entsprechenden Symptome vermutlich nahezu dauerhaft auf. Denn Staub und Schimmel sind meist allgegenwärtig und betreffen die gesamte Wohnung oder zumindest einzelne Räume.
Pollenallergie
Eine Pollenallergie tritt hingegen saisonal in Erscheinung. Besonders starker Pollenflug herrscht hierzulande in den Frühlings- und Sommermonaten, etwa von April bis August. Es gibt jedoch auch Früh- und Spätblüherpollen, die je nach Witterung schon ab Februar bzw. bis in den Oktober umherschwirren. Dennoch lässt sich eine Pollenallergie daran erkennen, dass sie nicht ganzjährig, sondern zu bestimmten Jahreszeiten auftritt.
Während Freigängerkatzen in den Sommermonaten ständig mit Pollen in Kontakt kommen, können die Symptome bei Wohnungskatzen verstärkt bei geöffnetem Fenster oder nach dem Lüften auftreten.
Duftstoffallergie
Duftstoffe können sich zum Beispiel in der Katzenstreu finden. In diesem Fall sind die betroffenen Samtpfoten dem Allergen nicht dauerhaft, sondern nur beim Toilettengang ausgesetzt. Das kann dazu führen, dass auch die Abwehrreaktion des Immunsystems eher situativ auftritt – vor allem wenn sie sich durch Niesen äußert. Auch wenn Allergien grundsätzlich durch einen Tierarzt festgestellt werden sollten, kann der Umstieg auf ein Produkt ohne Duft- und Zusatzstoffe hier schnell Abhilfe schaffen.
Aber: In Waschmitteln, Reinigungsmitteln und Raumsprays kommen ebenso häufig Duftstoffe zum Einsatz. Ein Allergietest schafft Klarheit und hilft, den Übeltäter ausfindig zu machen und zeitnah zu beseitigen.
Futtermittelallergie bei Katzen
In seltenen Fällen kann Niesen auch auf eine Futtermittelallergie hindeuten. Diese äußert sich zwar primär durch Durchfall, Erbrechen und andere Beschwerden im Magen-Darm-Bereich oder durch Hautirritationen wie Schwellungen und Ausschlag. Hin und wieder treten bei einer Futtermittelallergie aber auch unspezifische Symptome, zum Beispiel im Bereich der Atemwege, auf.
Durch eine Ausschlussdiät lässt sich – gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt – feststellen, auf welche Inhaltsstoffe eine Katze reagiert. Dann gilt es, die Ernährung schrittweise umzustellen. Sensitive Spezialkost kann dabei eine große Hilfe sein. KATTOVIT Sensitive ist speziell auf die Bedürfnisse sensibler Katzen abgestimmt und kombiniert eine schonende, auf tierärztlichen Erkenntnissen basierende Rezeptur mit reichhaltigen, verträglichen Nährstoffen.
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Weitere Ursachen für Niesen bei Katzen
In den meisten Fällen niesen Katzen, weil ihre Nasenschleimhaut gereizt ist. Eine solche Reizung entsteht auch, wenn im Inneren der Nase Druck ausgeübt wird: beispielsweise durch einen Fremdkörper oder ein Geschwür.
Fremdkörper in der Katzennase sind keine Seltenheit. Meist handelt es sich dabei um einen verirrten Grashalm oder Ähnliches, der die Katze beim Atmen stört. Hört das Niesen nicht von selbst auf, braucht Ihr Liebling womöglich Hilfe dabei, den Störenfried zu beseitigen. Schauen Sie vorsichtig nach und suchen Sie im Zweifelsfall einen Experten auf, damit die Katze wieder durchatmen kann und der Fremdkörper sich nicht entzündet.
Geschwüre können nahezu überall entstehen – auch in der Katzennase. Dort verengen sie die Atemwege und reizen die Schleimhaut, was sich mitunter durch häufiges Niesen bemerkbar machen kann, oft in Kombination mit einseitigem Ausfluss. Eine ärztliche Untersuchung zeigt, ob es sich womöglich um einen Tumor handelt – und ob dieser gutartig oder bösartig ist. Das entscheidet schließlich auch über die Therapierung.
Fazit: Was tun, wenn die Katze niest?
Niest Ihre Katze hin und wieder, können Sie entspannt bleiben. Erst wenn das Symptom über einen längeren Zeitraum anhält und gepaart mit anderen Auffälligkeiten auftritt, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.
Begleitsymptome wie Fieber, eine verstopfte Nase, Ausfluss aus Nase und Augen sowie Husten können auf eine Erkältung oder eine Katzenschnupfeninfektion hindeuten. Vielleicht leidet Ihre Katze auch an einer Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Pollen. Nicht zuletzt kann häufiges Niesen auch auf einen Tumor oder einen Fremdkörper in der Nase hindeuten.
Beobachten Sie Ihre Katze aufmerksam, notieren Sie sich potenzielle Begleitsymptome und dokumentieren Sie, wann oder in welchen Situationen Ihr Stubentiger vermehrt niest. Diese Informationen helfen dem Tierarzt, die richtigen Schritte einzuleiten, um schnell eine Diagnose zu stellen und ggf. mit der Behandlung zu beginnen.
